Schulentwicklung / School Development

 

An der Schmidt-Schule wurden 2009 und 2012 die systematischen Schulevaluationen SEIS und SEIS+ durchgeführt. Die Ergebnisse waren jeweils Basis der weiteren Schulentwicklungsprogramme.

Hier finden Sie das jeweils aktuelle Schulprogramm:

Schulprogramm 2014-16

 

Die Ergebnisse der Untersuchung SEIS+ im Jahr 2012 wurden von der Steuergruppe der Schmidt-Schule ausgewertet und in einem pädagogischen Tag des Gesamtkollegiums thematisiert. Die gesetzten Entwicklungsschwerpunkte der unten angefügten Schulmatrix sind Ergebnis dieses kontinuierlichen Reflexionsprozesses. Flankiert wurde und wird die Schulentwicklungsarbeit durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Prozessbegleiter der Refo-Region Nahost.

SEIS+2013 Bericht

 

Vom 14. bis 16.11.2014 fand ein von Kollegen der Europa-Schule Kairo durchgeführter Peer Review an der Schmidtschule statt, in dessen Fokus folgende Evaluationsfragen  standen:

 

QB 2: Inwieweit sind schülerzentrierte, aktivierende Unterrichtsformen bereits im Unterricht

etabliert?

 

QB 4:Inwieweit haben die bisherigen Maßnahmen zum Auf- und Ausbau von Leitungs- und

Lenkungsfunktionen im pädagogischen, administrativen und technischen Bereich bereits

gegriffen?

 

QB 6: Inwieweit haben die Maßnahmen zur Ausrichtung der Schmidt-Schule als palästinensische Schule mit deutschem Profil bereits gewirkt?

 

Die bei dem Peer Review erhaltenen Evaluationsergebnisse wurden ausgewertet und flossen ihrerseits in die Schulentwicklungsziele ein, die in die Schulentwicklungsmatrix im Schulprogramm zusammengestellt sind.

 

Peer Review Bericht 2014

 

 

3.2       Gremien der Schulentwicklung

Die Schulentwicklung und Mitbestimmung an der Schmidt-Schule wird von verschiedenen Gremien getragen. Die Abbildung zeigt das Geflecht der unterschiedlichen Gruppen und ihr Zusammenwirken.

Einzelne Gremien werden hier beschrieben:

a)     Elternbeirat: Zum Schuljahresanfang wählen alle Klassenpflegschaften jeweils zwei Elternvertreter. Diese sind Mitglied des Gesamtelternbeirats der Schule.

Dieser wiederum wählt zwei Repräsentanten als Vertretung der Elternschaft in die Steuergruppe.

 

b)     Schülerinnenversammlung: Zum Schuljahresbeginn wählt jede Klasse zwei Klassensprecherinnen (Klassensprecherin und Stellvertreterin). Die Versammlung aller dieser bildet die Schülerversammlung. Sie wählt zwei Schülervertreterinnen, die nicht zwingend Klassensprecherinnen sein müssen. Diese nehmen dann an den Versammlungen der Steuergruppe teil.

 

c)     Steuergruppe: In ihr sind zwei vom Gesamtelternbeirat gewählte Elternvertreter, zwei von den Klassensprecherinnen gewählte Schülervertreterinnen, zwei Vertreter des Lehrerkollegiums und Vertreter des PQM-Teams vertreten. Die Schulleitung, Verwaltung und der Schulvorstand sind in diesem Gremium i.d.R. nicht vertreten, um einen möglichst offenen und breiten Gedankenaustausch zu ermöglichen. Bei Bedarf, z.B. in Situationen die Beratung oder vertiefende Information benötigen, kann die Schulleitung/Administration einbezogen werden. Dieses Gremium tagt zwei Mal pro Jahr und bildet für alle Beteiligten ein Podium, um Kritik und Vorschläge zu schulischen Aspekten unvoreingenommen vorzubringen sowie Impulse zu Schulentwicklungsthemen zu setzen. Die Heterogenität dieser Gruppe eignet sich gut, um Problemfelder und Defizite auszumachen und zu sammeln. Die konkrete systematische Schulentwicklungsarbeit, die gezielt die Umsetzung und Operationalisierung von Entwicklungsschritten fokussiert, ist indes nicht bei der Steuergruppe angesiedelt. Zum einen kann sich diese komplex zusammengesetzte Steuergruppe nicht oft genug treffen, um Entwicklungen kontinuierlich zu leiten und zu begleiten, und zum anderen erschwert die dort anzutreffende Diversität von Interessen und Herangehensweisen von Eltern- und Schülerseite, basierend im Wesentlichen auch auf kulturellen Unterschieden zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein stringentes zielorientiertes Planen und Umsetzen von dort aus. Eltern und Schüler sollen in den nächsten Jahren an demokratische Strukturen herangeführt werden, die von allen ein hohes Maß an Verantwortung und verantwortlichem Agieren mit Blick auf das Schulganze abfordern. Auf der Schülerebene wird dies schneller zu erreichen sein, da dort demokratische Erziehung, Diskussionsfähigkeit und Konflikterziehung bereits methodische Inhalte der Curricula sind. Deshalb ist es ein mittelfristiges Entwicklungsziel der Schule, die SV wesentlich zu stärken und in schulische Prozesse einzubinden, was aber auch die Einbindung von geeigneten Lehrern für die Unterstützung der Schülerarbeit erfordert. Die Steuergruppe wird sicherlich zukünftig an Gewicht gewinnen und schrittweise mehr und mehr Mitbestimmung gewinnen und strategische Arbeit übernehmen.

 

d)     Strategische Planungsgruppe: Die strategische Planungsgruppe legt die Entwicklungsziele der Schule und deren konkreten Entwicklungsschritte fest. In diesem Gremium sind vertreten: der Schulvorstandsvorsitzende, die Schulleitungen, die Verwaltungsleitung, Vertreter der Lehrerschaft und das PQM-Teams. In diesem Gremium wird sehr zielorientiert, realistisch und ausgewogen mit Blick auf die gesamte Schule vorgegangen. Diese Gruppe ist auch primärer Partner des Prozessbegleiters, der die schulische Entwicklungsarbeit unterstützt.

 

Im Austausch mit der Steuergruppe, wie oben beschrieben, werden Entwicklungsthemen eruiert und dann in dieser strategischen Planungsgruppe konkretisiert, präzisiert und in systematische Form gegossen. Aus dieser Arbeit resultiert die Schulmatrix, eine Zusammenstellung der Schulentwicklungspläne für die kommenden Jahre.

 

Da zahlreiche Mitglieder der strategischen Planungsgruppe auch in der Steuergruppe mitwirken, ist eine enge Abstimmung beider Gremien gesichert. Die Steuergruppe ihrerseits wird regelmäßig über die in der strategischen Planungsgruppe ausgearbeiteten Entwicklungspunkte informiert und gibt ein Feedback zur dortigen Arbeit, das wiederum Niederschlag in die weitere Arbeit der Strategiegruppe findet.

 

e)     PQM-Team: Hierbei handelt es sich um eine kleine Arbeitsgruppe unter Einbeziehung des Schulleiters und der PQM-Beauftragten, die sich um die Verfahrensplanung der Schulentwicklungsarbeit kümmert. Ihre Aufgaben liegen auf dem Feld der Vorbereitung, Moderation und Dokumentation von Schulentwicklungsarbeit. Ihre Arbeit ist folglich mit allen an der Schulentwicklung beteiligten Gruppen verknüpft.

 

f)       Zielvereinbarungen: Sie sind ein wichtiges Instrument zur Umsetzung der definierten schulischen Entwicklungsziele. Mit jeder Fachschaft werden schulische Entwicklungsziele systematisch festgelegt, jährlich festgeschrieben und operationalisiert. Durch sie hat der schulische Organismus die Möglichkeit Leitideen, Schulentwicklungsschwerpunkte und curriculare Aspekte umzusetzen und stets neu und aktuell zu verankern und zu vertiefen. Die Vereinbarungen werden zwischen der Fachschaft, vertreten durch Fachschaftsvorsitzende und der Schulleitung vor dem Hintergrund der festgelegten schulischen Entwicklungsorientierung getroffen.

 

Die Schmidt-Schule steht hier am Anfang eines Prozesses, dessen Ziel es sein wird, trotz der beschränkten personalen Ressourcen und bekanntlich gleichzeitig vielfältigen Anforderungen an die Lehrer immer mehr Personen für schulische Entwicklungsaufgaben und für die Arbeit in Arbeitsgruppen mit Schwerpunktaufgaben zu gewinnen. In einer ersten Phase richtet sich der Akzent hier auf die Fachschaften, die im Rahmen des Aufbaus einer Schulstruktur bereits fest etabliert und auch mit Leitungsstruktur und klaren Geschäftsverteilungsaufgaben versehen wurden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind sie der geeignetste Ansatzpunkt, um Lehrer wirksam in die schulische Entwicklungsarbeit einzubinden, da sich die Lehrerkollegen kulturell begründet wesentlich über ihre fachliche Autorität definieren und in diesem Kontext motivierbar und zu Entwicklung und Veränderung bereit sind.

 

Organigramm Schulentwicklungsgremien / Organisational Chart School Development Committees.